Franzosen können kein Englisch.

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Wie oft in meinem Leben habe ich diesen Satz gehört. Ich „liebe“ solche Generalisierungen. Manche fürchten sich vor einer Geschäftsreise nach Frankreich oder Verhandlungen mit französischen Kollegen, abgesehen von Urlaubsreisen irgendwo mitten in die Provence, wo „man“ ohne Französisch aufgeschmissen sei. Nun, stimmt der Satz wirklich? Ich sage nein. Die letzten zwanzig Jahre waren wir fast jedes Jahr in Frankreich, auch unter anderem an Orten, die wie scheinbar in der Vergangenheit stehen geblieben sind. Da ich kein Französisch kann und wir nie Pauschalurlaube gebucht haben, war Englisch die einzige Option. Und es hat immer geklappt. Aha, denkst du jetzt, sie generalisiert selber … Stimmt, es hat nicht immer so geklappt, wie ich es mir vorstellte. Zweimal brauchten wir Hilfe und verschiedene Menschen an unterschiedlichen Orten haben so etwas, wie: „Moment“ gesagt und mit ihrem Handy eine Nummer gewählt, wo mir jemand auf Englisch weiter helfen konnte. 

Also, hier sehen wir drei interessante „Phänomene“: 

1. Oft ist unser „Wissen“ einfach veraltet und schon längst „überholt“, denn seit dem die meisten von uns in der Schule waren, als Englisch eventuell noch schwierig für manche Franzosen war, vergingen viele Jahre, vielleicht auch Jahrzehnte. 

2. Generalisierungen sind grundsätzlich „gefährlich“, denn sie entsprechen meistens nicht der Wahrheit, werden dennoch für Wahrheit gehalten. Manchmal sind sie einfach süß, wenn, zum Beispiel, sich nach der Ankunft zum ersten Mal in Deutschland manche sich wundern, warum nicht alle Männer hier Lederhosen tragen. 3. Ob jemand mit uns Englisch/Französisch, etc. sprechen mag oder nicht, uns morgen herzlich begrüßt oder nicht und so weiter, liegt sehr oft an uns selbst. Wieso? Weil wir den ersten Schritt machen können. Das ist genau der Schritt, der uns ziemlich viele Türe öffnen kann …

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